Montag, 5. Juni 2017

Blogtour zu Ain't Nobody von Anastasia Donavan




Hallo ihr Lieben!

Willkommen zu Tag 3 der Blogtour von Ain't Nobody - Halte mich, einem Drama von Anastasia Donavan, das beim Amrun Verlag das Licht der Welt erblicken durfte.


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Hier der Fahrplan:

#3 Thema: Magersucht
#4 Thema: Kann Liebe einen Menschen retten?

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Bisher habt ihr schon das Buch vorgestellt bekommen und gestern bei Ricky ging es um das sehr schwierige Thema Missbrauch. Heute darf ich euch das nächste harte Thema vorstellen:
Magersucht.

Falls ihr von Anfang an dabei seid, wisst ihr bestimmt, warum Missbrauch und Magersucht in dieser Blogtour thematisiert werden. Für alle anderen:
In dieser Geschichte geht es um die Jugendliche Anna, die aus nicht besonders stabilen Familienverhältnissen kommt. Ihr Vater hat die Familie verlassen und mittlerweile hat Annas Mutter einen  neuen Freund. Ein Freund, der Anna nicht nur nett anlächelt. Es ist ein Buch voller Drama, Leid und Verzweiflung. Und irgendwie auch Hoffnung. Denn dann tritt Karim in ihr Leben.

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Achtung: Das Thema ist sehr schwierig. Es ist hart. Und es geht an die Nerven, wenn man sich damit beschäftigt. Falls ihr anfällig für solche Dinge sein solltet, solltet ihr den Beitrag möglicherweise lieber nicht lesen und das Video, das zum Schluss folgt, nicht ansehen.
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Kommen wir zu meinem Thema. Vorneweg will ich sagen, dass Magersucht nicht die einzige Essstörung ist, die es gibt, und jede kann aufgrund von traumatischen Erlebnissen ausgelöst werden.
Essstörungen im Allgemeinen werden unterteilt in

Bulimia nervosa - Zu deutsch auch Ess-Brech-Sucht gennant. Der Name erklärt es schon. Es ist das krankhafte Aufnehmen von zu viel Nahrung, um anschließend kontrolliert und erzwungen die zugeführte Nahrung wieder abzuführen. Das kann durch Abführmittel, aber auch durch selbst herbeigeführten Brechreiz erfolgen.

Adipositas - Spätestens seit Supersize Me kennen die meisten Leute diesen Begriff. Adipositas beschreibt ein krankhaftes Übergewicht, eine Fettleibigkeit, die zwar streng genommen nicht als Essstörung zählt, aber durch Fehlernährung herbeigeführt wird und natürlich durch Aufnahme von zu vielen Kalorien verursacht wird.

Anorexia nervosa - Die Magersucht. Was genau es damit auf sich hat, werde ich im Folgenden weiter erklären. Während die ersten beiden Krankheiten für Ain't Nobody irrelevant sind, spiel die Anorexia nervosa eine sehr große Rolle. Vor allem im Bezug auf sexuellen Missbrauch.

Was ist Anorexia nervosa? Vorsicht: Man darf es nicht mit dem Begriff »Anorexie« verwechseln. Eine Anorexie ist eine »schlichte« Appetitlosigkeit. Die Anorexia nervosa ist eine tatsächliche Sucht. Man ist süchtig danach abzunehmen. Dünner zu werden.

Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Keiner davon ist harmlos. Ein Grund kann eine verzerrte Selbstwahrnehmung sein, bei der man sich immer als zu dick sieht (nicht denkt, man SIEHT sich tatsächlich so). Ein weiterer Grund, und mindestens genau so schlimm, ist Mobbing in der Schule, das ausartet.

Ich habe mich vor allem mit dem Thema Magersucht im Bezug auf sexuellen Missbrauch beschränkt, weil es eben das Thema in Ain't Nobody ist. Man sollte denken, dass das Ausnahmefälle sind. Tatsächlich sind Essstörungen aufgrung sexuellen Missbrauchs eher die Regel als eine Ausnahme.

Sexueller Missbrauch findet häufig im Kindesalter, bis in die Pubertät statt. Das Mädchen (oder auch der Junge) beginnt zu wachsen, reifer zu werden. Männlicher oder eben weiblicher. Durch die Übergriffe kann der Betroffene das Gefühl bekommen, die Kontrolle über sich und sein Leben zu verlieren. Man fühlt sich vielleicht schuldig, weil man das zulässt. Weil man sich so behandeln lässt. Die Psyche sucht etwas, mit dem sie dieses Gefühl kompensieren kann. Je nachdem, wegen was genau der Betroffene missbraucht wird, fängt er an zu hungern oder mehr zu essen. In unserem Fall fängt Anna an zu hungern. Sie will ihre Rundungen verbergen. Sie will kindlicher wirken. Sie will nicht, dass sie als attraktiv angesehen wird. Nicht von ihrem Schänder. Und was noch viel wichtiger ist: Ihr Körper steht unter ihrer Kontrolle. Es ist ihr Wille, der ihn so werden lässt. Ihr Körper hat sich zu beugen. Niemand anderes darf darüber bestimmen. Es ist dieses Gefühl von Kontrollverlust, das sie antreibt. Die einzige Möglichkeit, wie sie stark werden kann. Sie verweigert ihm aktiv die Nahrung. Sie unterbindet ihr Hungergefühl und treibt sich selbst immer mehr zum Sport. Die Waage wird ihr bester Freund und jedes Kilo, das auf einmal als Plus angezeigt wird, ist der pure Horror.

Warum haben Magersüchtige das Gefühl, dass sie stärker werden? Warum hat Anna das Gefühl, dass sie mit jedem Kilo, das sie verliert, an Stärke gewinnt? Zum einen ist das natürlich eine psychologische Folge. Die Kontrolle zu haben ist ein Machtgefühl. Das kennt jeder von uns. Zum anderen gibt es die Theorie, und für mich klingt sie nach eingängigen Studien sehr schlüssig, dass Hungernde vermehrt Adrenalin ausschütten. Angenommen, man ist in der Wildnis und kurz vorm Verhungern. Der Körper tut alles dafür, dass man überlebt. Er schüttet Adrenalin aus. Jeder von uns kennt einen Adrenalinrausch. Man fühlt sich unbesiegbar. Man fühlt sich stärker. Und tatsächlich denke ich, dass ein Teil dieser Stärke auch in mentale Stärke umgesetzt wird.

Ich habe mich wirklich viel mit der Anorexia nervosa beschäftigt. Übrigens nennen Betroffene sie oft Ana. Wie eine Freundin. Sie bekommt einen Spitznamen. Da Ricky schon den sexuellen Missbrauch thematisiert hat, werde ich jetzt nur weiter auf die Symptome, bzw. die scheinbar offensichtlichen Anzeichen der Magersucht eingehen:

Diagnose:
  • niedriges Körpergewicht
  • große Angst vor Gewichtszunahme
  • selbst herbeigeführter Gewichtsverlust
  • verzerrte Körperwahrnehmung
 Viel dazu muss ich nicht sagen.


Magersucht endet in bis zu 15 % aller Fälle tötlich.

Ich bitte euch daher inständig:
Habt ein Auge auf eure Freunde. Auf eure Lieben. Seht nicht weg, wenn sie eine Diät machen, aber keine brauchen. Seht nicht weg, wenn sie immer wieder nichts essen wollen.

Aber ihr müsst auch vorsichtig sein. Den Betroffenen direkt an den Kopf zu werfen, dass sie krank sind, ist nicht immer die ideale Lösung. Ihnen Essen unterzujubeln wird in den meisten Fällen nur zu Erbrechen führen, was auch nicht Sinn und Zweck der Sache ist. Es ist eine ganz gefähliche Krankheit, denn im Gegensatz zu einer Grippe, kann man hier nicht einfach ein Mittelchen nehmen. Es ist vielleicht sogar die Modekrankheit der 21. Jahrhunderts, was es für mich nur noch viel schlimmer macht.

Ich habe das Gefühl, ich habe mir jetzt genug zu dem Thema vom Herz geredet. Mich hat das Thema sehr mitgerissen. Ich habe die Recherche immer wieder abbrechen müssen. Zum Schluss habe ich noch meine Quellen für euch, falls ihr selbst noch mehr zu dem Thema lesen wollt. Und ein Video von einer jungen Frau aus England, die selbst von sich, ihrem Missbrauch und ihrer Ana spricht. Das Video ist leider englisch, aber die Untertitel funktionieren ganz gut. Schaut euch ihren Kanal komplett an. Sie bringt immer wieder Updates.

Ich hoffe, mein Beitrag hat euch aufmerksam gemacht. Hat euch gezeigt, was es heißt, magersüchtig zu sein.



Meine Quellen und falls ihr noch weiter über das Thema Magersucht lesen wollt:

https://www.traumatherapie.de/users/seifert/seifert.html
http://arranca.org/ausgabe/26/was-ihr-von-mir-wollt-das-kotzt-mich-an
https://www.anad.de/essstoerungen/magersucht-anorexia-nervosa/#anchor_c018bdee_Accordion-Therapie
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/anorexia.html

Die Tagesfrage zum Gewinnspiel:
Hast du dich schon mal aktiv mit dem Thema auseinandersetzen müssen? Wenn Ja, was bedeutet Magersucht für dich? Wenn Nein, sei einfach glücklich, dass es bisher nicht notwendig war.

In Liebe
Eure Caro

Kommentare:

  1. Nein, mit dem Thema musste ich mich nie auseinandersetzen. Bei mir ist es eher andersherum - man muss aufpassen, das man nicht zu dick wird :)

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  2. Hallo! Da ich von Beruf Krankenschwester bin und in der Psychiatrie arbeite musste ich mich leider zwangsläufig auch mit diesem Thema auseinander setzen. Auch nach So vielen Jahren Berufserfahrung ist es immer noch schwer mit anzusehen,wie sich oft noch sehr junge Menschen selber zu Grunde richten und oftmals keine Therapie wirklich hilft wenn sie nicht selber wollen. Daher sollte man glücklich und dankbar sein,dass man selbst und seine lieben gesund sind.
    LG Simone

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  3. Danke das du dieses schwere thema angegangen bist.

    Gott sei Dank hatte ich noch nichts mit Magersucht zu tun.Weder in der Familie
    noch im Freundeskreis.

    Viele liebe Grüße Nina

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  4. Hallo :)

    Während meiner Ausbildung zur Erzieherin haben wir das Thema durchgenommen, ist allerdings schon über 20 Jahre her. Im meinem Umfeld musste ich mich bisher nicht damit auseinandersetzen.

    Lg Kerstin

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  5. Huhu,

    ein sehr interessanter Beitrag.

    Ich musste mich glücklicherweise noch nicht mit dem Thema auseinandersetzen und hoffe sehr, dass das auch so bleibt :)

    Liebe Grüße

    Sunny

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  6. Hallo,
    Ich muß die heutige Frage verneinen.
    Danke für deinen Beitrag.
    Lg Alex

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  7. Guten Morgen!

    Kennst du schon unsere Gruppe für Blogtouren auf Facebook? Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen? :)
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst - bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick ;)
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  8. Hey!
    Ja ich habe mich mit dem thema schon auseinander gesetzt, durch meinen job als krankenschwester. Und es ist nicht leicht mit personen.dieser Erkrankung zusammen zu arbeiten.

    Lg Carina

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  9. Nein ich habe mich damit bisher moch nie wirklich auseinandersetzen müssen.

    LG Steffi

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