Samstag, 13. Mai 2017

Carim Drachentöter - Lena Knodt

Carim Drachentöter von Lena Knodt

Carim Drachentöter - Lena Knodt
Drachentöter ist der erste Teil einer High-Fantasy-Trilogie von Lena Knodt, die unter dem Zeichen von Eisermann veröffentlicht ist. Empfehlenswert ist das Buch ungefähr ab 15 bis 16 Jahren, da Gewaltszenen vorhanden sind.
  • Taschenbuch: 293 Seiten
  • Verlag: Eisermann - Verlag; Auflage: 2 (15. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B071V89FZ6
  • Preis Print: noch unbekannt
  • Preis Ebook: 3,99 €

Der Klappentext

Ein Mann mit vor Schmerz zerfressenem Herzen.
Ein Drache mit Augen so rot wie Blut.
Und eine Vergangenheit, die auf immer verborgen bleiben soll.

Drachen töten. Das ist es, was Carim kann. Das ist es, was Carim liebt – und seit Jahren tut.

Als er auf einer Jagd ein brütendes Weibchen tötet, greift er ohne zu zögern nach dem letzten, unbeschadeten Ei. Doch er kommt nicht dazu, es zu verkaufen – denn der Drache schlüpft.

In seiner unstillbaren Machtgier erkennt der junge Mann all die Möglichkeiten, die sich ihm nun bieten und schmiedet einen boshaften Plan. Denn wenn die Bestie ihm erst einmal gehorchte, würde jeder Mann vor ihm kriechen …


 Die Charaktere

Carim - Er ist unser Protagnoist und Anfang zwanzig. Er ist ein Einzelgänger und wohnt in einer entlegenen Höhle für sich alleine, nur ab und an geht er mal in die Stadt, um etwas von seiner erlegten Beute zu verkaufen. Und das sind nicht einfach nur Hirsche - nein. Carim jagd Drachen. Und mit Drachen meine ich große, feuerspeiende Echsen, die einem das verdammte Fleisch von den Knochen kratzen können. Carims Lebensstil ist also nicht ohne. Generell ist Carim mehr so ... der Arschlochtyp. Was ihm kein Profit bringt, wird ignoriert. Und doch dürfen wir direkt am Anfang der Geschichte auch seine seichte Seite kennenlernen. Denn er liebt das kleine Mädchen namens Nia. Was es mit ihr auf sich hat, erfährt man im Laufe der Geschichte. Carim ist jedenfalls der perfekte Typ für ein Abenteuer dieser Art. Er ist brutal, ruppig und gewissenlos.

Ich würde euch ja gerne mehr Charaktere vorstellen ... Aber irgendwie geht das nicht :D Das würde alles schon zu viel verraten.

 


Carim Drachentöter hat mich von Anfang an fasziniert. Geschichten mit Drachen bieten sehr viel Potential, da sie noch lange nicht so ausgeschöpft sind wie Vampire und deswegen war ich sofort Feuer und Flamme. Der Klappentext hat mich zudem wirklich neugierig gemacht. Die Geschichte klingt sehr düster und ist vielleicht deswegen nicht unbedingt für die breite Masse geeignet, aber es ist ein Feinschmecker-Buch.

Kommen wir zur Lenas Schreibstil. Carim ist aus Sicht einer dritten Person geschrieben, die aber Carim und seine Gedanken und Gefühle im Fokus hat. Das ist für High Fantasy nicht wirklich unüblich und passt insgesamt sehr gut zu der Geschichte. Ich-Perspektiven passen doch eher zu Jugendbüchern. Lena schreibt sehr bildhaft und flüssig. Unnötige Details werden ignoriert und relevante Informationen stattdessen aufgegriffen. Das sorgt dafür, dass man nicht ins Schwelgen kommt, sondern der Geschichte weiter folgen kann.

Die Charaktere der Geschichte sind sehr unterschiedlich. Carim ist ein sehr schwieriger Charakter, aber wer High-Fantasy-Epen wie Königsschwur und derart kennt, wird hier definitiv keine Probleme haben. Ich hatte anfangs die starke Hoffnung, dass sich Carim stark entwickeln wird. Und lasst euch gesagt sein, das wird er. Aber ... er ist und bleibt trotzdem ein Antiheld. Er ist nicht zum wahren weißen Ritter geboren und das ist gut so. Sonst wäre er der Geschichte auch nicht wirklich dienlich. Und dann haben wir da noch Carims Drachen Vlynnar. Er kann natürlich nicht reden. Aber er würde sich wohl wie folgt beschreiben: *Schnaub*. Vlynnar eben. Toller Drache. Generell kann ich sagen, dass die Charaktere in der Geschichte ordentlich ausgearbeitet sind und ihren Part perfekt erfüllen.

Die Geschichte insgesamt ist wuchtig und vielleicht für den ein oder anderen etwas zu actionreich. Wir haben es hier mit einer Mittelalterart zu tun, in der eben Schlachten geschlagen werden müssen. Wer mit Blut Probleme hat, sollte lieber die Finger davon lassen. Ein Glück liebe ich Blut *muahahaha* und kam deswegen bestens mit Carim und Konsorte klar. Hier und da hätte ich mir vielleicht ein paar mehr Einblicke gewünscht und die Kapitel, die eine Vergangenheit zeigen, haben mich anfangs doch eher verwirrt. Aber das tut der Geschichte nur einen kleinen Abbruch. Und Lena beschreibt übrigens auch sehr viele verschiedene Drachenarten, als ob es verschiedene Schlangenarten wären. Sie hat sich da viel Mühe und Arbeit gemacht.

Mich konnte Lena mit Carim vollauf überzeugen. Es ist ein Drachenepos, der den Leser hoffen und glauben lässt, um ihn dann wieder ins Dunkel zu reißen. Deswegen erhalten die beiden und Vlynnar 4 von 5 Sternen!
Eure Caro

Kommentare:

  1. Hey,
    ich habe von dem Buch bisher noch nichts gehört gehabt, aber deine Rezi hat mich total angefixt! Super geschrieben und klasse aufgebaut. Ich mag den kleinen Wortwitz am Anfang (Feuer und Flamme!) haha :D
    Wünsche dir ein schönes Wochenende,
    alles Liebe,
    Chrissi von Chrissis Corner

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  2. Liebe Chrissi,

    Ich freue mich sehr, dass sie dir gefällt ;) Ich hoffe, Carim wird dir gefallen <3

    Herzlichst
    Caro

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