Sonntag, 30. Oktober 2016

Die Lichtbringer von Enés - Susanne Förster

Die Lichtbringer von Enés von Susanne Förster

Die Lichtbringer von EnésSusanne Förster
Die Lichtbringer von Enés ist ein Fantasyroman, der in einer möglicherweise fremden Welt zu einer Zeit spielt, in der die Menschen sich einer plötzlichen Dunkelheit stellen müssen. Im Mittelpunkt stehen Layla und Aris, zwei junge Helden, die mit ihrem Schicksal hadern.
  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: Books on Demand (2. Auflage: 30. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3738636757
  • Preis Taschenbuch: 11,90 €
  • Preis eBook: 2,99 €
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Der Klappentext

"Und eines Tages wurde es einfach nicht mehr hell."

Seit sich Layla erinnern kann, herrscht in ihrer Heimat völlige Dunkelheit. In dieser Welt ohne Sonnenlicht besucht sie die Akademie für Sphärenmagier - jenen Menschen, die aus dem Nichts Licht erschaffen können.
Layla konzentriert sich völlig auf ihr Studium und lässt sich auch von dem gut aussehenden Frauenhelden Aris nicht ablenken. Bis sie ein Gerücht hört, dass ihr verschollener Bruder Zahid noch am Leben sein soll.
Gemeinsam mit Aris begibt sie sich auf eine abenteuerliche Suche in die unbekannte Finsternis. Dort erfährt sie Dinge über sich und ihre Familie, die sie nie für möglich gehalten hätte. Und auch Aris scheint nicht der oberflächliche, privilegierte Lehrersohn zu sein, für den sie ihn gehalten hat.




Die Charaktere

Layla - Sie ist unsere Protagonistin und eine sehr begabte Sphärenmagierin. Zum Zeitpunkt der Geschichte steht sie in ihrem dritten Lehrjahr kurz vor ihrem Abschluss an der Akademie. Von ihrem Bruder weiß sie nur das, was jeder andere auch weiß: dass er verschwunden ist und das setzt der armen Layla merklich zu. Ansonsten wirkt sie eher ruhig, ist aber auch entschlossen bezüglich ihrer Ziele. Und vor allem neugierig. Von Womanizern hält sie prinizipiell nichts, sie verlässt sich gerne auf die Menschen in ihrer Umgebung. Und eines Tages, mehr durch Zufall, belauscht sie ein Gespräch ihrer Lehrer über ihren totgeglaubten Bruder. Sie beschließt mehr über die Sache herauszufinden und macht sich schließlich auf die Suche nach Hinweisen.

Aris - Auch wenn Aris kein Sphärenmagier ist, ist er unser Protagonist. Es muss schließlich nicht jeder ... begabt sein, will ich es eigentlich nicht nennen, denn Aris hält definitiv Überraschungen für uns bereit. Trotzdem ist er aufgrund dessen nicht gerade der Stolz seines Vaters, der ein anerkannter Sphärenmagier und Lehrer von Layla ist. Aber Aris ist wie er ist und lümmelt natürlich trotzdem ständig auf dem Gelände der Akademie herum, um den Mädchchen dort Geschichten zu erzählen, sie zu beeindrucken ... und aufzureißen. Netter kann man es einfach nicht ausdrücken. Er ist sehr fasziniert von dem weiblichen Geschlecht :D Genau deswegen ist er auch gar nicht Laylas Typ. Und trotzdem verlässt sie sich auf seine Hilfe - denn eben weil er der Sohn seines Vaters ist, kann er möglicherweise an Informationen kommen, die ihr sonst vorenthalten blieben. Aris ist auf jeden Fall ein sehr vielseitiger Charakter, den man erst unterschätzt und sich dann wundert, was er so treibt.



Meine Meinung

Die Lichtbringer von Enés ist auf jeden Fall ein Buch, das ich sehr schwer bewerten kann. Aber fangen wir vorne an.

Die Idee hinter dem Buch, dass unendliche Dunkelheit herrscht, wodurch auch immer ausgelöst (ihr erfahrt es in dem Buch, keine Angst), ist für mich persönlich auf jeden Fall etwas Neues. Natürlich hatten wir schon viele Geschichten, wo die Welt gerettet werden soll, aber genau das ist hier der Unterschied. Denn Layla will nicht die Welt retten. Die ist ihr egal (mehr oder weniger jedenfalls). Sie will nur ihren Bruder wiederhaben und ihn endlich so kennenlernen, wie es einer kleinen Schwester zusteht. Genau deswegen finde ich das Buch gut. Unsere Protagonistin verhält sich so, wie es wohl jede Schwester machen würde.

Mir gefällt auch die Idee der Sphärenmagie. Man kann es als Lichtmagie beschreiben, wenn man denn will. Auf jeden Fall wird irgendwie durch Magie Hitze zwischen den Händen gebildet, die man dann zu Kugeln formen kann und die eine Zeit lang Licht spenden können. Man ahnt ja wohl, welchen Status Sphärenmagier dadurch in einer so dunklen Welt bekommen. Wir haben also durchaus auch politische Aspekte in dem Buch ;)

Die Erzählperspektive ist zwar nichts Neues, aber definitiv mal wieder selten in dem Genre. Wir erfahren das Geschehen aus der Beobachterperspektive - dritte Person. Und wenn ihr sagt: Ja, kennen wir doch - Natürlich kennen wir das. Aus der High Fantasy. Aber Jugend- oder Young Adult-Geschichten werden selten noch aus der dritten Person geschrieben und wenn ich es einordnen sollte in eines der Genre, würde es wohl eher in Young Adult gehören.

Susannes Schreibstil ist toll. Er ist flüssig, er lässt sich leicht lesen und wirkt nicht gestelzt oder unnatürlich. Worte, die wir in unserer Sprache kaum verwenden (dies, zudem, ...) finden hier wenn überhaupt nur ganz selten Platz und das lässt auch die Dialoge sehr natürlich und rund wirken.

Und auch wenn mir die Geschichte an und für sich sehr gut gefallen hat, habe ich ein paar Dinge gefunden, die für mich einfach nicht rund genug waren (Logik oder Art/Länge einer bestimmten Handlung). Ich habe mit der Autorin geschrieben und sie darauf angesprochen und natürlich schnell eine Antwort und Erklärungen erhalten, wofür ich dankbar bin. Ich werde euch nicht extra darauf hinweisen, das würde zu Spoilern führen und das will ich vermeiden.

Mir fällt die Bewertung deshalb sehr schwer. Das Buch kann ich euch auf jeden Fall ans Herz legen, denn es ist definitv etwas anderes als der übliche Jugend-Fantasy-Roman, aber wenn ich es mit Büchern vergleiche, denen ich hier 4 Sterne gegeben habe, haben mich einfach die paar Punkte, die ich mit der Autorin besprochen habe, mehr gestört, als es Punkte bei 4-Sterne-Bewertungen getan haben.

Deswegen 3,75 Punkte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Veröffentlichungen, die Susanne im nächsten Jahr haben wird und empfehle euch dringends ihrer Facebook-Seite zu folgen und ihre Fortschritte da im Überblick zu behalten!
Eure Caro

1 Kommentar:

  1. Ahoy Caro & Michelle,

    so sehr ich es auch wollte, konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen :(
    Das lag vor allem an der Länge, oder eher Kürze: Vieles wurde gefühlt nur angerissen und gerade als es spannend wurde, endete die Geschichte...

    Naja, einem kann ja nicht alles gefallen ♥

    Liebste Grüße zum Wochenende, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/01/die-lichtbringer-von-enes.html

    P.S.: Toller Header *-*

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