Sonntag, 25. September 2016

Wanderbuchprojekt - Interview Senta Richter

Interview mit Senta Richter

Heute würde ich euch gerne ein Autorin aus dem Science-Fiction/ Jugendbuchbereich vorstellen, die leider noch gar nicht so bekannt ist. Ich habe sie durch eine Leserunde auf Lovelybooks kennengelernt. Ihre Opus-Trilogie konnte mich von der ersten Seite an fesseln und nun haben wir ein kleines Projekt mit der lieben Senta geplant.

Es geht um ein Wanderbuch. Und zwar wird der erste Band ihrer Opus Trilogie „OPUS: Die Begegnung“ als Wanderbuch an verschiedene Personen geschickt. Diese lesen das Buch, nehmen Markierungen vor, schreiben Notizen an den Rand, einfach alles was ihnen in den Sinn kommt. Dann wird das Buch an den nächsten Teilnehmer weitergeschickt. Am Ende wird das Buch dann samt allen Notizen und was dann vielleicht noch dazu gehört, wieder an die Autorin geschickt.

Bevor wir aber dieses Wanderbuchprojekt starten, möchte ich euch die Autorin mal etwas genauer vorstellen. Dazu sollen die folgenden Fragen dienen.


Liebe Senta, stell dich doch kurz unseren Lesern vor.

Ich bin Senta Richter, 29 Jahre alt und habe 2015 mein erstes Buch veröffentlicht: “OPUS – Die Begegnung“ ist der erste Teil einer Trilogie. Vor kurzem ist der zweite Teil “OPUS – Der Verrat“ herausgekommen. Der dritte Teil erscheint 2017.
Ich habe in Düsseldorf Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft studiert und danach ein paar Jahre im Marketing gearbeitet, bis “OPUS – Die Begegnung” erschienen ist.

1. Wie bist du auf die Idee der Opus-Trilogie gekommen?
Ich hatte schon ganz lange davon geträumt, ein eigenes Buch oder eine ganze Buchreihe zu schreiben. Weil ich selbst am liebsten spannende Jugendbücher lese, musste der Roman natürlich auch in diesem Genre spielen. Am Anfang stand nur die Grundidee („Mädchen mit Liebe zur Kunst trifft Typen mit gefährlichem Geheimnis“) und beim Schreiben hat sich daraus die „OPUS“-Geschichte entwickelt. Inspiriert haben mich vor allem andere Bücher (wie „Die Bestimmung“, „Rubinrot“, „Die Frau des Zeitreisenden“), aber auch eigene Erfahrungen. Es war mir dabei wichtig, eine „neue“ und unverbrauchte Idee zu entwickeln und keine schon zu oft gelesenen Elemente mit einzubringen. Ich freue mich sehr über das Feedback vieler LeserInnen, dass mir das offenbar gelungen ist :-)

2. Identifizierst du dich mit einem der Charaktere aus deinem Buch?
Am meisten kann ich mich mit der Hauptfigur Mila identifizieren. Wie sie habe ich früher gerne gemalt, aber auch oft an mir gezweifelt. Sie brauchte Mut und einen Anstoß, um zu sich selbst zurückzufinden und genauso ging es mir auch – aber nicht mit der Kunst, sondern mit dem Schreiben.

3. Inwieweit haben die Personen aus deinem Umfeld die Opus-Trilogie geprägt?
Mein Freund hat meine OPUS-Bücher am meisten geprägt, da er seit der Ideen-Findung immer für mich da war und den ganzen Prozess über begleitet hat. Während des Schreibens hat er immer wieder einzelne Kapitel gelesen und mich durch Hinweise und Kritik oft in ganz neue Richtungen gelenkt. Mein Freund liest auch unheimlich viel, und ich bin immer ganz erstaunt, was für Ideen er mir präsentiert, wenn ich selbst verzweifele. Wir haben uns übrigens vor fast acht Jahren in einer Buchhandlung kennengelernt ;-)

Darüber hinaus hat meine beste Freundin die Rohfassung gelesen und „OPUS“ durch ihr Feedback beeinflusst und geprägt.

Ich bin sehr froh, die beiden zu haben, denn sie scheuen sich auch dann nicht, mir ihre ehrliche Meinung zu sagen, wenn ihnen ein Textabschnitt absolut nicht gefallen hat :-) Als Autorin steckt man manchmal viel zu tief in der eigenen Geschichte, habe ich festgestellt, daher ist es unheimlich wichtig, das Geschriebene von einem oder mehr Augenpaaren prüfen zu lassen.

4. Hast du eine bestimme Angewohnheit beim Schreiben?
Während der Laptop hochfährt, koche ich mir immer eine Kanne grünen Tee und schalte dann das Handy aus, damit ich nicht abgelenkt werde. Es gibt Autoren, die hören Musik beim Schreiben und fühlen sich dadurch inspiriert, aber ich brauche vollkommene Ruhe, um mich ganz auf die Story einzulassen ;-)

5. Was war das Beste, das ein Fan jemals für dich getan hat?
Am meisten freue ich mich immer über jegliches Feedback und Rezensionen zu meinen Büchern. Oft bin ich richtig gerührt und beeindruckt, wie viel Zeit und Mühe viele Leser in ihre Blogs und Texte stecken. Es bedeutet mir sehr viel, Meinungen, Überlegungen und Bewertungen zu lesen, denn diese helfen mir auch bei neuen Buchprojekten weiter.

Was ich besonders süß fand, war der Wunsch einer Leserin, mir ihr Taschenbuch von „OPUS – Die Begegnung“ zuschicken zu dürfen, damit ich es ihr signiert zurücksende. Eine andere Leserin hat mir einen persönlichen Brief geschrieben, über den ich mich auch sehr gefreut habe.

Insgesamt ist jeder Kontakt mit einem Leser etwas ganz Besonderes. Manchmal ist es aber auch ein seltsames Gefühl, dass mich plötzlich ganz viele Menschen kennen, weil sie meine Bücher gelesen haben ;-) Das fühlt sich wie ein Traum an.

6. Wolltest du schon immer Autorin werden oder hattest du eigentlich einen anderen „Traumberuf“?
Ich hab schon in der Grundschule in Freundschaftsbücher als Berufswunsch „Autorin“ eingetragen und hatte nie einen anderen Traumberuf :-)

7. Spielen Bücher in deinem Leben eine große Rolle? Liest du selbst? Wie groß ist dein SuB? :D
Bücher spielen eine sehr große Rolle in meinem Leben, und Lesen ist schon seit meiner Kindheit mein größtes Hobby. Angefangen hat alles mit Enid Blytons „Dolly“, „Fünf Freunde“ oder „Hanni & Nanni“ und hat vor allem durch „Harry Potter“ immer größere Dimensionen angenommen. Ich lese am liebsten spannende Jugendbücher (Dystopien, Science-Fiction, realistische Liebesgeschichten usw.), und auf meinem SUB liegen auf jeden Fall eine Menge toller Bücher. Im Moment lese ich den dritten Teil der „Eleria“-Trilogie von Ursula Poznanski und bin ganz gefesselt. Allerdings lese ich fast nur noch eBooks, weil ich einfach keinen Platz mehr für Papierbücher habe…

8. Hattest du jemals während des Schreibens Lust, einen deiner Protagonisten gegen die Wand zu klatschen, weil er dich einfach unsagbar wütend gemacht hat?
Bei „OPUS – Die Begegnung“ hätte ich Mila manchmal gerne geschüttelt und ihr gesagt, dass sie Abel einfach die Pistole auf die Brust setzen und nicht locker lassen soll, bis er ihr erzählt, was mit ihm los ist. Aber dann wäre das Buch ja viel zu schnell vorbei gewesen, und Geheimnisse sind ja so spannend… ;-)

9. Hast du ein Vorbild? (im Leben/ Autorin etc?)

Mein literarisches Vorbild ist Ursula Poznanski. Ich liebe die Spannung und die unerwarteten Wendungen in ihren Büchern. Ich habe mich unglaublich gefreut, als mich eine Leserin mit ihr verglichen hat und hab erstmal ein bisschen geweint :-D

Im Leben habe ich kein richtiges Vorbild, aber ich bewundere Menschen, die unbeirrt ihren Weg gehen, jedem Tag positiv begegnen und sich aktiv dafür entscheiden, glücklich zu sein.

10. Welcher Buch/Film begleitet dich durch dein Leben oder beschreibt dein Leben am besten?

Das ist eine super interessante Frage, über die ich lange nachgedacht habe. Ein Buch, das mich schon lange durch mein Leben begleitet, ist „Mister Aufziehvogel“ von Haruki Murakami. Mit fast 800 Seiten ist es nicht nur unheimlich dick, sondern auch inhaltlich sehr vielschichtig. Auch wenn ich es schon mindestens fünfmal gelesen habe, habe ich immer noch nicht alle Zusammenhänge verstanden und komplett erfasst ;-) Die Handlung erstreckt sich über einen langen Zeitraum (Sommer bis Winter), weswegen mich die Handlung durch alle Jahreszeiten begleitet hat. Von der Thematik her würde ich aber nicht sagen, dass es mein Leben beschreibt, dafür ist es zu surrealistisch und metaphorisch (und die Hauptfigur ist ein Mann, der seinen Job in einer Anwaltskanzlei aufgegeben hat. Das passt auch nicht so richtig) ;-)

Ein weiteres besonderes Buch, das ich ebenfalls sehr oft gelesen habe, ist „Die Frau des Zeitreisenden“, das mich auch teilweise für „OPUS“ inspiriert hat.

11. Was ist dein absolutes Lieblingsbuch / Lieblingscharakter?
„Mister Aufziehvogel“ ist auf jeden Fall auch mein Lieblingsbuch, aber ich mag auch viele andere Werke von Haruki Murakami (Naokos Lächeln, Kafka am Strand …). Generell habe ich eher Lieblingsautoren als absolute Lieblingsbücher. Zum Beispiel lese ich Ursula Poznanski, Katarina von Bredow, Antonia Michaelis und Kazuo Ishiguro sehr gerne. Und natürlich liebe ich Harry Potter immer noch sehr :-)
Kurzfragen
Buch oder Film?                     Sommer oder Winter?                 Tee oder Kaffee?
Buch                                       Sommer                                       Tee

Süß oder herzhaft?                 Katze oder Hund?                      schwarz-weiß oder bunt?
Eher süß                                 Hund                                          schwarz-weiß

Falls ihr nun neugierig auf das Buch und unsere Aktion geworde seit, könnt ihr euch gerne für die Wanderbuchaktion bewerben. 


Klappentext
Bist du bereit, für eine aussichtslose Liebe alles zu riskieren? »Man sieht sich immer zweimal im Leben«, prophezeit Marie ihrer besten Freundin.  »Quatsch!«, widerspricht Ludmilla. »Darauf kann ich gut verzichten. Der Typ hat definitiv einen Dachschaden.« Kurze Zeit später stößt sie jedoch schon wieder mit dem arroganten wie anziehenden Abel zusammen. Seine grünen Eisaugen bringen sie vollkommen durcheinander. Aber warum macht er so ein Geheimnis aus seiner Herkunft? Von wem wird er verfolgt? Und welche Bedeutung hat das merkwürdige Tattoo auf seiner Brust? Die Wahrheit sprengt die Grenzen ihrer Vorstellungskraft – und bringt nicht nur sie selbst in große Gefahr

Kommentare:

  1. Hallo! Ich fanf das Interview total interessant. Die Bücher habe ich noch nicht gelesen, aber sie stehen auf der Wunschliste! Ganz liebe Grüße :-)

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    1. Schön, dass dir das Interview so gut gefallen hat :) Das freut mich wirklich sehr *-*

      Liebe Grüße
      Michelle

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