Dienstag, 5. April 2016

Angels Fall - Susanne Leuders

Angels Fall von Susanne Leuders


Es handelt sich hier um ein Jugendbuch aus dem Thriller-Genre. Es geht um ein Spiel. Um die Schwierigkeiten im Leben eines Teenagers, der irgendwie nichts mehr zu verlieren hat.


  • Print: 400 Seiten
  • Verlag: Verlagshaus el Gato (01. Oktober 2015)
  • ISBN-10: 3943596907
  • Taschenbuch: 13,90 €
  • EBook: 4,99 €


Klappentext

Die siebzehnjährige Amelie von Engelsbach hat alles, was man für einen Start in ein vermeintlich erfolgreiches Leben braucht: Ein finanzstarkes Elternhaus, das ihr neben dem traditionsreichen Namen eine exzellente Ausbildung garantiert und die Tür zur Welt der Schönen und Reichen öffnet.

Nach einem Unfall gerät Amelies Welt allerdings vollkommen aus dem Ruder und sie verliert sich in einer selbst gewählten Isolation.

Von Angel:

„Ab und zu starre ich auf diese Buchstaben an der Wand im Mädchenklo und weine ohne Tränen in mich hinein.“

Amelie nennt sich lieber Angel, läuft mit Second-Hand-Klamotten herum und rebelliert, wo sie nur kann. Dementsprechend herrscht zu Hause ständig dicke Luft. Völlig allein gelassen bringt sie sich selbst immer wieder in gefährliche Situationen.

Von Angel:

„Wenn ich da morgens liege und mir vor Angst das Adrenalin durch den Körper jagt, dann spüre ich wenigstens für einen kleinen Augenblick, dass ich noch lebe …“

Im Internet lernt sie Striker kennen, mit dem sie täglich chattet. Er gibt ihr Halt und wird zu ihrem einzigen Freund. Als sie während eines Treffens erfährt, wer wirklich hinter diesem Nickname steckt, droht auch diese Freundschaft zu zerbrechen.

Von Striker:

„Pffff, was soll ich dazu sagen? Angel, jetzt mal ehrlich! Findest du nicht, dass das ein bisschen krank ist?“

Doch dann erschüttert die nächste Katastrophe Amelies Leben und ihr wird klar, dass sie außer Striker niemanden hat, der zu ihr steht.

Der Junge hat allerdings seine eigenen Probleme. Auch er verbringt einen Teil seiner Freizeit im Internet. Dort gerät er an einen ziemlich üblen Typen, der ein Spiel vorschlägt, das nicht nur Striker in höchste Lebensgefahr bringt.

„Du oder ich, Striker? Wir sind die Letzten …“



Die Charaktere

Will ich euch eigentlich dieses Mal nicht vorstellen. Der Klappentext sagt für mich alles aus, was wichtig ist und ich möchte euch nicht vorweg nehmen, wer sie sind und was sie zu dem gemacht hat, die sie nun sind. Lernt ihre Vergangenheit kennen. Lernt ihre Zukunft kennen. Lernt, wie man sich mit der richtigen Person an der Seite über die eigenen Grenzen hinaus entwickeln kann.


Meine Meinung

Ich habe das Buch vor vielleicht einer Minute fertig gelesen und ich musste einfach sofort meine Gedanken festhalten. Ich lese eigentlich nicht sehr gerne Thriller, weil ich dadurch irgendwie zu paranoid werde. Ungesunde Fantasie und so. Aber eins kann ich sagen:

Dieses Buch hat mich gefesselt. Mein erster Gedanke war: Ach du Schande ... wie soll ich davon je wieder los kommen? Es ist einfach unglaublich. Susanne hat das Genre für mich völlig neu interpretiert und einfach alles, was man daraus machen könnte, noch Tausend mal besser gemacht. Ich konnte zwischenzeitlich nicht mehr atmen. Es kam mir vor, als wäre ich Amy. Verrückt. Verletzt, verwirrt und so verängstigt. Verstrickt in ein Spiel, das eigentlich nicht meins sein sollte und unweigerlich zu meinem gemacht wird.

Wenn ich nicht wüsste, dass es alles (hoffe ich) ausgedacht ist, würde ich sagen, Susanne hat das alles hautnah erlebt. Aufgeschrieben, was ihr passiert ist. So unglaublich intensiv, dass es mir unter die Haut ging.

Irgendwie kann ich auch nicht viel mehr sagen, außer: Selbst wenn ihr keine Thriller-Fans seid, lest dieses Buch. Es wird eure Realität auf den Kopf stellen und euch zeigen, dass selbst in eurem Umkreis Dinge passieren können, die ihr für unmöglich gehalten hättet. Ihr werdet lernen, wie es sich anfühlt, Leuten Vertrauen zu schenken, von denen ihr dachtet, sie seien es nicht wert. Und vielleicht erhaltet ihr ja sogar Einblicke in das Leben einer Jugendlichen, die so tough ist, dass die Welt sich am liebsten vor ihr verneigen würde.

5 von 5 Sternen. Oder Engeln. Weil mehr eben nicht geht. Bin noch zu sprachlos.
Eure Caro

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ziemlich interessante Geschichte. Danke für den Tipp dazu.

    LG..Karin...

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