Montag, 28. März 2016

Drei mal wir - Laura Barnett

Drei mal wir - Laura Barnett
Drei mal wir - Laura Barnett 

Drei mal wir von Laura Barnett ist ihr Debütroman und beinhaltet drei Storys über die selben Protagonisten. Es geht um die Was-wäre-wenn-Momente im Leben eines jeden. Drei Geschichten über den Ausgang ein und derselben Liebe.


  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Kindler (11. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463406594
  • Preis Hardcover: 19,95€
  • Preis eBook: 16,99€
  • Originaltitel: The Versions of Us

Klappentext
Das erfolgreichste literarische Debüt des Jahres 2015 in England: Ein Buch über die Macht des Augenblicks und ein Plädoyer für die Liebe. Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen. Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar. 'Drei mal wir' ist ein reicher Roman über die Was-wäre-wenn-Momente des Lebens. Darüber, wie ein Augenblick über unser Leben entscheiden kann. Und es ist ein Plädoyer für die Liebe – auch wenn man sie nicht immer gleich erkennt.


Meinung
An sich fand ich die Idee des Buch es sehr gut. Es gibt ein Grundereignis, der platte Fahrradreifen, als sich Jim und Eva kennenlernen. Ab dann beginnen aber drei unterschiedliche Geschichten. In der ersten kommen die beiden sofort danach zusammen. Bei der nächsten treffen sie sich über die Jahre hinweg immer mal wieder, aber es klappt nie so richtige. Die letzte ist dann eine Mischung aus der ersten und der zweiten Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen. Manchmal haben sich ein paar Passagen ziemlich gezogen. Dort hätte man entweder die Beschreibungen verkürzen können oder etwas mehr Spannung reinbringen können. Allgemein bin ich aber sehr gut durch das Buch gekommen.

Die Protagonisten Jim und Eva waren mir am Anfang sehr sympathisch. Evas größter Traum ist es, Schriftstellerin zu werden. Jim möchte, genau wie sein Vater, Künstler werden, aber aufgrund einiger familiären Differenzen ist ihm dies nicht von Anfang an erlaubt. Je mehr die Handlung fahrt auf nimmt, desto unsympathischer wurden mir die beteiligten Personen. Es ist schwer zu erklären, da die drei Geschichten eng miteinander verbunden sind. Bei mir war es also so, dass wenn der eine Protagonist in der ersten Geschichte unsympathische geworden ist, hat es automatisch auf die anderen mit abgefärbt, da es im Grund ja die selbe Person war. Es ist wirklich sehr schwer zu erklären. Insgesamt waren Eva und Jim aber sehr oberflächlich und nicht gut greifbar für mich. Eva hat mich oft durch ihre Naivität genervt.
Die Idee der drei Geschichten, die parallel zueinander ablaufen fand ich sehr schön. Jedoch ist die Umsetzung nicht richtig gelungen. Für meine Begriffe war es einfach zu verwirrend. Die großen Zeitsprünge haben es nicht einfacher gemacht. Es wurde immer ein Abschnitt einer Geschichte in der ersten Vision geschrieben, dann in der zweiten und dann in der dritten. Zusätzlich ist das Buch auch noch in drei Teile geteilt. Alles sehr verwirrend für mich und das hat die Geschichte etwas zerstört.

Das Ende fand ich mit am emotionalsten von allem. Es war spannend und hat mich zu Tränen gerührt. Dort konnte man die Liebe zwischen den beiden richtig spüren. Bei allen drei Enden.

Das Buch ist vielleicht ein Plädoyer an die Liebe und die Was-wäre-wenn-Momente, aber ich hatte mir wirklich mehr erhofft. Die Protagonisten hätten wirklich mehr Tiefgang vertragen. Schön war es, dass verschiedene Kapitel aus beiden Sichten, also aus Jims und Evas geschrieben wurden. Dadurch wurde aber manchmal auch der Zusammenhang zerrissen. Die langen Zeitabschnitte taten ihr übriges.

Das Buch war keinesfalls schlecht. Es war sogar sehr schön zu lesen, aber leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Grundidee und die Geschichten an sich waren super. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, trotzdem bleibt, selbst nach dem gefühlvollem und tollen Ende, eine gewisse Enttäuschung bei mir erhalten. Schade!

Fazit

Eine super Grundidee, die mehr Potential gehabt hätte. Die Geschichten sind spannend und gut zu lesen, verwirren aber durch ihre Anordnung bzw. die langen Zeitsprünge. Die Protagonisten sind mir zunehmend unsympathisch geworden, dabei besonders Jim! Es ist wirklich ein bisschen an der Umsetzung gescheitert. Schade eigentlich, ich hatte mir mehr erhofft, da das Buch so oft gelobt wurde. Das Ende war sehr emotional und hat vielleicht das ganze Buch bei mir noch gerettet. Endlich mal Gefühle!
                                                                                                                    Eure Michelle

Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag, dass ich das Buch lesen durfte! Vielen Dank

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