Montag, 14. März 2016

Die Gilde der Rose: Dämonenfessel - Talira Tal

Die Gilde der Rose: Dämonenfessel von Talira Tal


Dämonenfessel - Talira Tal
Dämonenfessel ist der erste Band um die Gilde der Rose, einer alten Hexenfamilie, die von Engeln abstammt. Es geht vor allem um die junge Hexe Freyja, die wie durch ein Wunder in der Zukunft landet.


  • Seiten: ca. 300
  • Verlag: neobooks Self-Publishing (1. Auflage: 15. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01AXAR0IQ
  • Preis eBook: 2,99€

Der Klappentext

Durch Intrigen eines abgewiesenen Verehrers wird Freyja Rose im Jahr des Herrn 1616 zum Tode verurteilt. Noch ahnt sie nicht, dass sie tatsächlich eine Hexe ist. In der Nacht zu ihrem achtzehnten Geburtstag träumt sie von ihrer verstorbenen Großmutter. Freyja erfährt, dass ein mächtiger Dämon, Zeratostus, ihre verschwundene Mutter entführt hat und diese nun auf Rettung hofft. Mit Hilfe ihrer beiden magischen Vögel Blitz und Donner und deren Eiern reist Freyja 400 Jahre in die Zukunft, um die Mutter zu retten. Im Kampf gegen den Dämon stehen ihr ein Werwolf, eine Medusa und viele andere Fabelwesen zur Seite.


Die Charaktere

Freyja Rose - Sie ist 18 Jahre alt und hat rotblonde Haare. Und sie lebt im 17. Jahrhundet in Deutschland (Essen) als Hexe. Wir lernen sie kennen, als sie gerade im Turm auf ihre Verbrennung wartet. Freyja ist eigentlich ein sehr kluges Mädchen, auch wenn manchmal etwas naiv. Und was Kerle angeht, lässt sie sich wirklich ziemlich schnell verunsichern. Allerdings hat sie auch Jahre lang alleine gelebt. Ihre Mutter ist seit sie ungefähr 13 war, verschwunden und so ist sie nur mit den schrägen Vögeln Blitz und Donner ausgewachsen (Ja, ich meine tatsächlich Vögel ... ). Als die beiden Piepmatze sie vom Scheiterhaufen in die Zukunft befördern findet Freyja sich einem LKW gegenüber, der kurz davor ist, sie zu überfahren.

Michael Graf - ... wo sie von Michael Graf gefunden und gerettet wird. Michael, den Freyja zunächst immer den Grafen und später Michel nennt. Er selbst ist auch ein magisches Wesen - ein Werwolf, um genau zu sein. Am Anfang ist er alles andere als begeistert, sich nun um Freyja zu kümmern. Aber bald wird die lästige Pflicht für ihn schon eher ein Vergnügen und er genießt es, sich um die kleine Hexe kümmern zu dürfen. Und auch wenn er Freyja oft als skuril empfindet, sorgt er sich doch um sie. Er ist wirklich ein ganz lieber Bello.


Meine Meinung

In dem Buch geht es um Hexen und Dämonen. Für mich eigentlich Grund genug, damit es eine Menge Punkte bekommt. Aber dabei bleibt es ja nicht. Man lernt auch eine Menge anderer Zauberwesen kennen - ganz klassisch: den Vampir. Aber auch die Medusa bekommt ihren Platz in dieser Geschichte.

Mir haben vor allem die ersten Szenen in dem Buch sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass sich Talira mit dem Mittelalter gut auseinandergesetzt hat und dass ihr die Sprechweise und Mundart zu der Zeit sehr leicht fallen. Leider bleibt das nicht das ganze Buch über so flüssig. Ein paar Szenen, die in der heutigen Zeit stattfinden, wirken auf mich ein bisschen überzogen.

Das hat dem Plott an und für sich aber natürlich keinen Abbruch getan. Ich finde die Idee interessant, die hier vorgestellt wurde. Ein Dämon, der eine Hexe in die Zukunft entführt, die Tochter kommt nach und versucht Mami mit Hilfe von neuen Freunden zu retten. Es war schön ausgearbeitet und ich bin gespannt, wie sich die Charaktere und die Geschichte entwickeln wird.

Wir haben hier natürlich auch eine Liebesgeschichte vertreten. Freyja ist dabei die süße, kleine, naive Hexe, die erst noch lernen muss mit solchen Gefühlen und Konkurrenz umzugehen. Und es tut verdammt gut zu sehen, dass sie eifersüchtig wird. Das hat ihr Charakter verliehen. Weniger gut gefallen hat mir in dem Zusammenhand allerdings Michael. Ich finde ihn eigentlich echt lieb. Aber erstens gibt er Freyja nun mal genug Grund eifersüchtig zu werden und zweitens druckst er meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr rum. Er ist wirklich verdammt selbstbewusst. Das ist einerseits ganz süß, andererseits kann es einen manchmal auch ein bisschen stören, wenn man aus den Gedanekn von beiden mitbekommt, wie sehr sie sich anschmachten und dann wagt doch keiner etwas zu sagen. Dabei ist Micha eigentlich echt nicht der Kerl für lange Reden, hätte ich gewettet.

Trotzt allem finde ich, dass Talira für ihr Fantasydebut sehr gute Arbeit geleistet hat. Es ist fantasiereich, Hexenfans kommen auf ihre Kosten und die Kabbeleien zwischen Michael und einer gewissen Vampirhexe namens Vick (die übrigens mein Lieblingscharakter ist :D) sind wirklich unterhaltsam.

3,75 Sterne für Talira :)
Eure Caro

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