Dienstag, 16. Februar 2016

Im Zeitschatten von Mondthal - Tatjana Mária

Im Zeitschatten von Mondthal von Tatjana Mária

Im Zeitschatten von Mondthal - Tatjana Mária
Es handelt sich hier um eine Geschichte des High Fantasy Genres. Mondthal ist dabei ein Einzelband der SP Autorin Tatjana Flade.

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • (1. Auflage: 21. September 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 3738645691
  • Preis Taschenbuch: 13,99€
  • Preis eBook: 3,99€

Klappentext

Gestrandet in einer fremden Welt sucht Alexandra nach einem Ausweg. Der Tag, an dem sie aus ihrem Leben verschwindet, kommt unerwartet, obwohl sie es sich lange gewünscht hatte. Sie wollte ein Abenteuer, doch was sie findet, ist anders, als sie erwartet hatte. Alexandra sucht einen Weg zurück und muss sich entscheiden, zwischen ihrer alten Welt und ihrer Liebe.


 Die Charaktere

Alexandra - Sie ist ein ganz normales, 15 jähriges Mädchen. Oder ... vielleicht auch nicht ganz so normal. Denn im Vergleich zu den meisten anderen Jugendlichen ihres Alters, liest sie unwahrscheinlich gerne. Und driftet dabei auch komplett in andere Welten ab. Das geht so weit, dass man sie oft genug erinnern muss, dass sie doch bitte hier, in ihrer Realität, aufpassen soll. Und dann ... kommt sie nach Mondthal. Nachdem ein wunderschönes, altes Buch mit einem Märchen sie gefunden hat. Klingt alles ziemlich unglaublich, was? Für Alexandra nicht. Es wirkt so, als sei es ihre Bestimmung gewesen. Dabei ist Alex eigentlich ein ziemlich vernüftiges, kluges Mädchen. Sie ist ziemlich gewieft und trifft so auch ihre große Liebe.

Tjan - Als Sonnenkind ist sein Leben eigentlich ziemlich begrenzt. Er kann nur am Tag existieren. Einzig der Einhorngarten bietet ihm die Möglichkeit, auch nachts in den Feenwäldern, einem der Schauplätze, zu bleiben. So lernt er auch Alexandra kennen. Und sie wird zu seinem Lebensinhalt. Er ist lieb, fürsorglich, aber leider auch etwas verschlossen. Und trotzdem ist Alexandra seine Welt.

A'tin-jan - Ein absoluter Märchenprinz. Na, jedenfalls für Alexandra sieht er wie einer aus. Er ist zu Beginn eine ziemlich zwilichtige Gestalt und auch später kann man ihn immer noch nicht so richtig einschätzen. Aber ich für meinen Teil habe ihn gemocht und für mich war er der beste Charakter des Buches. Er verfolgt ein Ziel und möchte dieses auf jeden Fall erreichen. Aber eben nicht um jeden Preis.

Mylahni/Melanie - Eigentlicht ist sie eine Magd am Hof des Fürsten der Drachenberge, an dem auch A'tin-jan lebt. So lernt Mylahni auch Alexandra kennen, die sie prompt in Melanie umtauft. Sie ist ein ziemlich naives Mädchen, die viele Fragen stellt und ziemlich emotional ist.


Meine Meinung

Erst mal muss ich hier einfach meinen Respekt für das Layout aussprechen. Tanja hat sich hier wirklich nicht gescheut. Ich bewerte Cover nicht, aber das hier ist schon ein wahrer Hingucker. Was ich allerdings bewerte, ist ihre Gestaltung des Textes. Als Alexandra das Märchenbuch über Tjan findet, liest man den Inhalt in altdeutschen Lettern. Wunderschön. Ich habe mich wie in der Grundschule gefühlt, als wir in der Projektwoche die altdeutsche Schrift gelernt haben. Und neue Abschnitte im Buch wurden auch mit einem schön illustrierten altdeutschen Großbuchstaben angefangen.

Aber nun zur eigentlichen Geschichte: Am Anfang ist Tanjas Schreibstil ist zu Beginn eher märchenhaft. Es ist nicht der typische Stil einer Jugendbuch Autorin. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich dem anzupassen, dann hat es mich aber nicht mehr gestört. Auch wenn die Geschichte und der Erzählstil am Anfang etwas holprig wirkten, hat sich das vor allem zum Ende hin gefangen. Erzählt wird übrigens aus Sicht der dritten Person, die hauptsächlich af Alexandras Gedanken eingeht.

An und für sich fand ich die Geschichte gut. Es passiert viel. Für manchen vielleicht ein bisschen zu viel, aber das ist Geschmackssache. Vor allem aber will ich hier Alexandras Entwicklungs hervorheben. Sie macht sich wirklich gut. Schade finde ich es daher, dass ich ihre Gefühle für Tjan so wenig nachempfinden kann. Man lernt ihn einfach nicht richtig kennen. Ganz im Gegensatz zu A'tin-jan, der eine recht große Rolle im Buch einnimmt.

Auch haben sich hier ein paar kleinere Logikfehler (für mich jedenfalls) eingeschlichen: Alex ist ein Kind des 21. Jahrhunderts. Woher kann sie mit einem Schwert umgehen? Es wird nicht erwähnt, dass sie Unterricht im Schwertkampf hatte. Aber natürlich kann man sich auch immer ein bisschen was dazu dichten. Mich hatte es jedenfalls gewundert. Auch kommt sie dafür, dass sie tatsächlich in einer anderen Welt landet, erstaunlich gut mit diesen Fakten klar. Selbst wenn ich es gehofft hätte, eine andere Welt zu betreten, würde es mich dennoch ziemlich aus der Bahn bringen, dass es tatsächlich funktioniert hat. Aber hey - ich warte auch noch darauf, dass ich mal einen Werwolf sehe und vielleicht reagiere ich ja auch anders auf gewartet, wenn ich dann mal einem begegne :)

Aber ich muss Tanja noch mal loben - Mondthal stelle ich mir wirklich atemberaubend vor. Vor allem A'tin-jans Reich, dessen Namen ich gerade nicht auswendig kann (ist aber auch schwer ... ), hat mich gefesselt. Und der Einhorngarten sowieso. Die beschreibst wirklich tolle Umgebungen und Landschaften, die die Geschichte haben greifbarer wirken lassen.

Alles in allem kann ich also sagen, dass die Geschichte gut war, es aber leider ein paar Umsetzungsfehler für mich gab. Dennoch ist es ein schönes Märchen, das bestimmt vor allem jüngere Leser beeindrucken und begeistern kann, mit ein paar Wendungen, die vielleicht nicht unbedingt so vorhersehbar waren. 3,5 Sterne für einen soliden Ausflug von Tanja in das Reich der High Fantasy.
Eure Caro

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