Samstag, 9. Januar 2016

Zwei Seiten einer Mauer

Zwei Seiten einer Mauer - Alexander Stapper
Zwei Seiten einer Mauer - Alexander Stapper

Zwei Seiten einer Mauer“ ist der Debütroman des Autors Alexander Stapper. Dabei handelt es sich um eine Geschichte aus dem Genre der Dystopien. Ich habe schon einige Bücher aus diesem Genre gelesen, aber noch nichts das mit Infizierten bzw. Zombies im Zusammenhang stand. Aus diesem Grund war ich sehr auf dieses Buch gespannt.

  • Taschenbuch: 348 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (2. Dezember 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3739212071
  • Preis (eBook): 2,99€
  • Preis (Taschenbuch): 12,95€

Klappentext
'Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.' Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät.


Meinung
An sich fand ich die Idee des Buches sehr interessant. Natürlich ist dies auch nichts grundlegend Anderes oder Neues, da es relativ viele Bücher aus dem Bereich der Dystopien gibt. Trotzdem wollte ich es lesen, da ich noch nichts mit Infizierten gelesen habe.

Relativ schnell merkte ich jedoch, dass der Schreibstil des Autors mir nicht liegt. Für mich war es somit am Anfang sehr schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Es hat sehr lange gedauert bis ich mich mit dem Schreibstil angefreundet habe.

"Mauern haben immer zwei Seiten. Auf der einen bieten sie Sicherheit, auf der anderen sperren sie ein"

Zu Beginn konnte mich die Geschichte auch nicht wirklich fesseln. An spannenden Stellen, kam bei mir keine Spannung auf. Vielleicht liegt dies am Schreibstil des Autors oder an etwas anderen, ich bin mir nicht sicher. Erst gegen Mitte des Buches wurde es ansatzweise interessant. Die Handlung nahm fahrt auf und es geschah auch endlich mal etwas. Besonders als die Sicht des Buches gewechselt wird, wird es so richtig interessant. Das rettet auch die Handlung des Buches.

Endlich werden einige Fragen geklärt und auch eine zunehmende Gesellschaftskritik geübt, was mir sehr gefallen hat. Auch die Grundidee der Geschichte war interessant, aber leider war die Umsetzung nicht so gelungen. Theo und seine Freunde erschienen mir sehr oft wie Kleinkinder, die einfach mal ein Abenteuer erleben.

Auch die Zombies bzw. Infizierten haben am Ende nicht so eine große Rolle im Buch gespielt, worüber ich etwas enttäuscht war. Wenigstens dienen sie der Erklärung, warum das System so funktioniert, wie es funktioniert. An sich war das System schon schockierend, aber auch nichts Neues. Am Ende wurden dann doch noch einige spannende Wendungen gezeigt.

Das Cover des Buches ist zwar passend zur Geschichte, gefällt mir persönlich aber nicht. Hätte ich das Buch irgendwo liegen sehen, hätte ich es aufgrund des Covers nicht gekauft.

Das Ende des Buches ist für mich sehr offen und ich frage mich, ob es noch einen weiteren Teil geben wird. Als die Sicht gewechselt wurde, hat man auch endlich mal ein paar Gefühle spüren können. Die innere Zerrissenheit des Protagonisten ist wirklich zu spüren! Was mit Theo oder den anderen gesehen ist, wird nicht vollständig geklärt. Es gibt ein Zeichen, was auf dessen Verbleiben hindeutet.

Fazit

Ein Dystopieroman, der mich nicht vollständig überzeugen konnte. Zwar ist die Grundidee des Buches interessant, aber die Umsetzung hat mir nicht gefallen. Auch konnte ich mit dem Schreibstil des Autors nichts anfangen, wodurch ich sehr schwer in das Buch reingekommen bin und außerdem zieht es sich am Anfang sehr. 
                                                                                                           Eure Michelle

Kommentare:

  1. Hallo Michelle. Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Der Autor des Buches ist nämlich auch auf mich zugekommen und hat es mir zum lesen und rezensieren angeboten, was ich angenommen habe, da sich die Story für mich interessant anhört. Nun bin ich dann wirklich gespannt wie mein Eindruck vom Buch ist.

    liebe Grüße
    Sandra von Sandras kreativer Lesezeit

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    1. Für mich war es ein Flop, aber jeder hat ja einen anderen Geschmack (:

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    2. Ich bin über die Google Suche hierher gelangt, da ich auf der Suche nach der Webseite des Autors bin. Ich fand sein Buch nämlich total klasse. Eine sehr gut konstruierte Geschichte mit vielen Meta-Geschichten hinter der eigentlichen Story. Im Gegensatz zu dir fand ich Theos Gefühlswelt sehr gut beschrieben und was du als womöglich als gefühlsarm interpretierst, ist eigentlich seine innere Leere. Der Schreibstil ist auch an die Charaktere angelehnt. So ist er am Anfang anders, als nach dem Sichtwechsel. Naja, jedem seine Meinung. Kennst du die offzielle Webseite oder gibt es die noch nicht?

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