Sonntag, 20. Dezember 2015

Ich bin nicht der Tod

Ich bin nicht der Tod von Stella C. Lynn

Ich bin nicht der Tod - Stella C. Lynn
Ich bin nicht der Tod ist eine paranormal Romance Geschichte von Stella C Lynn, die vorher schon drei andere Geschichten veröffentlicht hat.

Broschiert: 224 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
(1. Auflage: 14. Dezember 2015)

Sprache: Deutsch

ISBN: 1519789017

Preis Taschnbuch: 8,89 €

Preis eBook: 3,49 €


Der Inhalt

Als Emma im zarten Alter von fünf Jahren hinter ihrem Elternhaus in einem Bach zu ertrinken droht, rettet sie unverhofft ein Fremder, der ihr von nun an im Abstand von mehreren Jahren immer wieder begegnet, ohne dass sie jemals mehr über ihn erfährt. Aufgrund einiger unliebsamer Vorfälle findet sie sich mit 25 auf der Couch einer Psychologin wieder, deren Urteil über ihr weiteres Leben entscheiden wird. Emma beschließt, den Fremden, in dem sie die Lösung all ihrer Probleme sieht, zu suchen und findet in ihm eine Liebe, die unvergleichbar stark ist, sodass der Sinn ihres Daseins neue Dimensionen annimmt. Doch die Wahrheit, die sich hinter ihm verbirgt, ist furchtbarer als der Tod und mächtiger als das Leben. Emma muss das Unfassbare annehmen und eine Entscheidung treffen, um vollendete Liebe und Sinnhaftigkeit in ihrer Existenz zu erlangen.



Die Charaktere

Emma – Als unsere Protagonistin steht sie mit ihren Gefühlen und Gedanken im Fokus des Geschehens. Emma  hatte eine schwere Kindheit, von der man direkt zu Beginn des Romans erzählt bekommt. Durch ihren Beinahetod lernt sie Amon kennen. Genauer gesagt rettet er sie. Und irgendwie landet sie durch ihn auf der Couch von Julia, ihrer Psychologin. Ich muss sagen, dass Emma mir als Hauptcharakter ziemliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Am Anfang habe ich sie durchaus ernst genommen und sie als stark und gefestigt empfunden. Zum Schluss hin jedoch habe ich mir immer mehr Sorgen um sie gemacht. Sie ist dickköpfig … und furchtbar einsam.

Amon – Er ist ziemlich schwer zu charakterisieren, weil er so wenig greifbar ist. Weil man so wenig über ihn kennen lernt. Das Einzige, das ich mit Sicherheit weiß ist, dass er für Emma alles tun würde. Zumindest alles, was er tun kann. So finde ich seine Ausflüchte und seine Handlungen zwar immer nachvollziehbar, aber an Emmas Stelle wäre ich auch irgendwann verrückt geworden.

Caro – Sie ist Emmas beste Freundin. Ihr Verhalten kann ich sehr gut nachvollziehen. Sie ist eine starke, junge Frau. Und wahnsinnig treu. Sie glaubt Emma all ihre seltsamen Geschichten, ohne sie deswegen direkt zu verurteilen. Auch wenn sie sich Sorgen um Emmas Zustand macht, sie steht ihr zur Seite. So gut wie sie eben kann.



Meine Meinung

Meine Reaktion, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe: Ein tiefes Durchatmen und „Wow“. Mehr konnte ich in dem Moment nicht sagen. Ehrlich gesagt, hätte ich nicht gedacht, dass mich das Buch so fesselt.

Zunächst zu Stellas Schreibstil. Zu Beginn fand ich ihn noch etwas holprig. Aber ich habe mich immer mehr daran gewöhnen können und hatte zum Schluss das Gefühl, dass es mich mehr an Jane Austen Romane erinnert, als an die moderne Literatur des 21. Jahrhunderts. Das ist nicht unbedingt schlecht, wirkt aber zu Beginn etwas verwirrend. Wie gesagt, mit der Zeit konnte ich mich immer mehr darauf einlassen und fand es zum Schluss eigentlich eher romantisch.

Die Geschichte ist sehr detailliert geschrieben. Im Prinzip läuft man neben Emma her und erlebt alles, was sie auch erlebt. Auch wenn mir manche Sachen unwichtig erschienen, für Emma waren sie eben wichtig. Der Fokus auf ihre Arbeit war für sie wichtig. Das war das, was sie am Leben gehalten hat.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich mit dem Ende der Geschichte umgehen soll. Es ist toll, auf seine eigene Weise. Das steht außer Frage. Aber es wirft meine Gedanken gerade ziemlich durcheinander, ob Amon nur für Emma real war, oder ob er tatsächlich existiert. Wie dem auch sei, es ist schön, wenn ein Buch noch lange in meinem Kopf herumspukt und mich mit Fragen überschüttet. Das ist dir wirklich gelungen, liebe Stella.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass „Ich bin nicht der Tod“ kein Buch für Actionliebhaber ist. Es ist ein Buch für melancholische Tage. Tage, die ihr im Bett verbringen wollt und euch mit schwierigen Themen auseinandersetzen wollt.

LiebeStella, für diese traurige und trotzdem schöne Geschichte, die leider etwas schleppend am Anfang war, gebe ich dir gerne 4 von 5 Sternen.  Das Ende war fantastisch, aber es ist eben nur etwas für geduldige Leser (was ich ja bin). Ach … und es war wirklich seltsam seinen eigenen Namen in einem Buch zu lesen. Vor allem, weil Caro mir so ähnlich im Verhalten war :D

Eure Caro

Kommentare:

  1. Huhu Caro,

    ich finde dieses Buch hört sich wirklich sehr interessant an. =) Eine Romance mit fantastischem Ende klingt doch wirklich viel versprechend. ;-) Nur eine Frage habe ich: Ist der Kommentar zum Ende "ob Amon nur für Emma real war, oder ob er tatsächlich existiert." eventuell ein Spoiler?

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Liebe Leni,

      ich weiß nicht, ob man es direkt als Spoiler betrachten kann, weil man die Zusammenhänge dafür verstehen muss :) Ließ das Buch einfach und du wirst sehen, was ich meine :)

      Herzlichst
      Caro

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